Menschen im Kopf

 
Heute ist mein 35. Geburtstag. Das freut mich, vielleicht auch einige meiner Freunde. Interessanter jedoch ist, dass ich vor 5 Jahren erstmals in eurer Welt in Erscheinung getreten bin. Das heißt, ich wurde von jemandem entdeckt. Martin zeichnet gerne Menschen, die ihm so in den Kopf kommen. Da dacht ich mir: Da mach ich mit, da geh ich auch mal rein. Oben ist das erste Ergebniss seines Versuches mich zu visualisieren zu begutachten. Er hat mir einen Mittelscheitel verpasst, den ich gar nicht hatte, der Mund war zu schmal und der Blick zu düster – kein Wunder, er war selbst grad ziemlich mies drauf. Während er die meisten Menschen, die ihn in seinem Kopf so besuchen nur einmal porträtiert, bin ich beharrlich dageblieben; ich ahnte schon, dass man ihn ganz gut instrumentalisieren kann, wenn man ihn nur genügend in den Arsch tritt. Ob mir das gut gelungen ist dürft ihr selbst entscheiden. 
9B42JW9BFS3Q 

Secret codes and twittering Birds

Laurent: A website gave a secret code and told me to publish it here: QPZJ7Y85TJYY . How do websites communicate with birds, unconnected by regular means to the world wide web? That is what Twitter is truly about. We habe been twittering long before humans have build computers to access the net.

Septime:
Codes
Numbers and Letters
apparently arbitrary
but not for the reciever

Kosmische Salzstreuer

 
Ankündigung: Ich habe bald eine neue Ausstellung in meiner Galerie. Andrea Liebe heißt die Künstlerin. Die hat nicht nur einen tollen Namen, sie macht auch wunderschöne Sachen. Ich werde ihre Comichaften arbeiten ausstellen, in denen sie kosmische Geschichten vom Salz- und Pfefferstreuer wie von sich selbst erzählt. Wie immer wird es eine schöne Feier geben, zu der ich euch alle herzlich einlade. Musik wird von meinem lieben Freund Jens Engel gemacht, der schon zuvor mit Andrea zusammen gearbeitet hat
.
Vernissage10. April 2010

ab 20 Uhr
bis 26. Juni 2010

Galerie Dora Asemwald

Heusteigstraße 65
70180 Stuttgart
www.galerie-dora-asemwald.de

 

Altruistisch verschwendete Zeit

Der morgentliche Blick ins Spieglein an der Wand – Google Analytics – ob ich auch schön im Internet besucht werde bescheinigte diesem Blog 666 Zugriffe, seit ich mich von Google auch dort überwachen lasse. Wahrscheinlich waren das nur irgendwelche Suchroboter und Google-Spiders from Mars, aber vielleicht liest ja auch der eine oder andere, was ich hier leider sehr unregelmäßig schreibe. Manchmal streng ich mein Hirn ja ganz schön an, was Schlaues von mir zu geben. Und wenn mir der Text dann  gefällt, hab ich Schiss, dass der nächste banal dagegen wirkt. Ein gewisses Maß an Qualitätsbewusstsein ist ja kein Fehler, kann aber schnell zur Blockade führen. Dies hier ist garantiert nicht der beste Text, den ich je geschrieben habe. Wer sich jetzt um Zeit und Aufmerksamkeit betrogen fühlt, der hat Pech gehabt, darf mich gerne Zeitdieb nennen. Was mach ich mit der gestohlenen Zeit? Ich zerlege sie in ihre Bestandteile, koche sie ein und füll sie in Einmachgläser. Später nutz ich das Zeug um Lebenslügen zu verkitten. Die halten so länger, sind konsistenter und machen letztendlich den Belogenen glücklicher. Also: Wem beim Lesen des dorischen Blogs das leichte Gefühl der Zeitverschwendung hochkommt weiß stets: es dient einem guten Zweck.

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Brezeln aus dem Kessel

Mein alter Wunsch ist in Erfüllung gegangen: Ein Daylife Stuttgartblog namens brezel.me, der auch ohne Turnschuhe gelesen werden kann und trotzdem so viel Spaß macht wie kessel.tv. Kein Wunder, es schreiben ja fast die gleichen Leute dort: Martin, der Oberkessler, sein Außenreporter Ingmar von Lift sind fest im Autorenteam von Brezelmeister Tobias, der nebenbei noch den Onlineauftritt der Stuttgarter Zeitung leitet. Gestern bescheinigte er mir jedoch: Das Brezelblog hat einen viel höheren Glamour-Faktor. Kommentiert wird natürlich alles wie immer von der Oberklugscheißerin Frau Asemwald.
Genug Namedropping, aber Respekt, wem Respekt gebührt. Dank Brezel bin ich morgens nicht nur satt, sondern auch schlauer, weiß, was so geht, wer das größte Taschenmesser hat, warum Hamburg mit uns nicht mithalten kann, was Exilstuttgarter so treiben und wie man hier ordentlich Reibach machen kann.
Gebrezelt wird auch beim Facebook und gezwitschert sowieso. Da die Reporter fleisig sind gibts dort andauernd neue Meldungen. Doreske Empfehlung: Sofort hingehen und Kommentare schreiben.

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Einfacher Netzwerken dank Evolution.

Online leben ist ganz schön verwirrend. Es gibt unzählige Plattformen, die alle irgendwie Menschen vernetzen und deren Ansichten und Ideen verbreiten. Die Plattformen reichen untereinander die Informationen weiter. Ein Blogeintrag kann automatisch auf Facebook als Statusmeldung erscheinen, die wiederum einen Tweet auslöst, der dann wieder bei Facebook landet. Oder irgendwo anders. Informationen multiplizieren sich – es wird mehr abgesendet, als je wahrgenommen werden kann. Ist das schlimm? Es produziert Datenmüll. Der ist nicht nur virtuell, denn Server fressen Strom. Wird das Web 2.0 uns die Lichter ausknipsen? Ne. Hier ist doch ein ganz natürlicher Prozess im Gange: Die Evolution. Unzählige konkurrierende Plattformen, also Mutationen entstehen jederzeit. Je nach dem, wie gut sie an das Kommunikationsbedürfniss ihrer Nutzer angepasst sind, werden sie benutzt oder sterben aus – sie werden aufgekauft und integriert oder ausselektiert. In den Anfangstagen der Onlineauktionen gab es viel Konkurrenz. Das hat den Markt zwischen den Anbietern belebt, der Kunde hat sich gefreut weil es keine Gebüren gab. An denen verdient Monopolist Ebay heute ganz ordentlich. Jedoch gibt es heute nur eine Plattform, also nur einen Markt für Versteigerungen. Das belebt den Markt der Kunden und macht alles ein bisschen einfacher.
Ebenso wird es mit den Social Networks gehen. Das, was sich bewährt, wird überleben. Dann wird es wieder Monopolisten geben, aber es wird auch wieder einfacher werden.

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