Den Ball nicht neu erfinden


Mein neuer Online-Shirtshop ist freigeschaltet worden und ich muss ordentlich Motive bearbeiten und hochladen. Wenn die Daten als druckbar empfunden werden kann ich neue Produkte machen und ins Netz stellen. Oben ist eins der neuen Motive. Ich kann das Kleid auch in Neon, Silber oder Glitzer drucken lassen.

Mein Artikel zum Abstranktionsbalast hat dann doch noch ein paar Reaktionen provoziert. Eine Aufforderung zu mehr Abstraktion in der allgemeinen Denke habe ich mal als Denkanstoß genommen. Auf der einen Seite des Gedankenspiels steht der FC Konkret: Pragmatische Spielweise, bekannte aber bewährte Muster, den Ball nicht neu erfinden. Tore schießen. Auf der andere Seite Dynamo Abstrakt: Kreative Spielzüge, unerwartete Taktik und so weiter. Dynamo Abstrakt schießt nur Tore wenn die Spieler der Anforderung gewachsen sind. Sonst geht das mit der Kreativität in die Hose, der FC macht das Spiel.

Rumhüpfen auf der Metaebene der Abstraktion ist nicht jedermanns Sache. Es geht verschwenderisch mit Hirnkapazität um, lässt weniger Raum für geradlinige Wissensakkumulation und kann mit neuaufgeworfenen Fragen das Bewusstsein verstopfen und das Unterbewusstsein aus dem Gleichgewicht werfen. Es ist wohl ein Frage des Gemüts auf welche Weise man funktioniert. Die Abstrahierer sind stets auf der Suche nach neuen Sichtweisen und haben Probleme Altbewährtes auf Grund seiner Altbewährtheit zu akzeptieren. Die Konkreten haben damit kein Problem. Während der Abstrakte versucht zu verstehen handeln sie. Sie kommen meistens schneller voran aber ebenso schneller an ihre Grenzen. Manche Mauern kann man halt nur überwinden wenn man über die Metaebene klettert. Auch wenn ich mich ganz eindeutig einem Team zugehörig zähle will ich keine Seite werten. Ohne konkrete Zeitgenossen würde die Welt nicht funktionieren, ohne die Abstrakten säßen wir noch in der Höhle.

Fazit: Ich halte nichts davon zu mehr Abstraktion aufzurufen. Wer das Jucken am Arsch nicht kennt, welches uns Abstrakte in Gedankenspiele verleitet sollte auch die Finger davon lassen und ganz konkret glücklich werden. Aber bitte, liebe Bewohner des Bodens der Tatsachen: Lasst uns Spinner in Ruhe weiterspinnen. Ihr braucht uns wie wir euch.

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Autor: Dora Asemwald

Ich bin virtuell real.

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