In der Wolke dorische Schlagwörter

Vor zwei Jahren bin ich beim egogooglieren auf eine Begriffswolke gestoßen, welche die Webseite 123people.de meinem Namen zuordnet. Damals kamen folgende Begriffe in absteigender Reihenfolge auf den Schirm: Zettel, Zentner, Wurst, Stuttgart, und so weiter. In Ermangelung eines schmissigen Themas hab ich meine Idee recycliert und mal wieder geschaut, was da jetzt so bei rauskommt.

Stuttgart hat es nach vorne geschafft! Stuttgart 21 folgt dicht und dann kommt schon Brezel. Die ess ich nicht nur jeden Morgen, so heißt ja auch der Blog für den ich schreib. Twitter ist auch keine Überraschung, genauso wenig Martin, der mich  immer zeichnet. Unterm Strich scheint die Wolke gar nicht mal so verkehrt zu sein, was mich jedoch stutzig macht ist Ficken. Hab ich ja nichts gegen, verbalisiere ich jedoch nicht so häufig, wegen meiner Ambivalenz dem Begriff gegenüber. Ficken ist einerseits ein schrecklich vulgärer Ausdruck, der den Geschlechtsakt komplett entromantisiert. Aber es gibt einem wiederum einen Präzisen Begriff zur Hand, wenn lieblose Zweisamkeit unverblümt zum Ausdruck gebracht werden soll. Man kann damit wunderschön in den heißen Brei treten, den andere wortreich umkreisen. Je nach Kontext kann das Wort peinlich oder direkt rüber kommen. Darum meine Ambivalenz. Wie es in meine Wolke kommt? Keine Ahnung. Ist aber auch egal, wir sind hier schließlich im Internet und da geht’s ja oft eh ums Ficken.

Autor: Dora Asemwald

Ich bin virtuell real.

2 Kommentare zu „In der Wolke dorische Schlagwörter“

  1. Weihnachtszeit – Märchenzeit, aber es stimmt: Wolken kann man füttern, genau wie Google, dann verändert sie sich. Oder sich mit ein paar wachstumsbedürftigen Worten hineinwerfen, wie in ein Federbett, ganz gleich ob in Stuttgart, mit Martin, Volker, Simon zum … och nee – wieso hab ich meine Klappe nicht halten können! – Ficken oder doch nur mit einer Brezel. Jedenfalls: dann wölbt es sich woanders.

    1. Jetzt hab ich natürlich mit diesem Artikel das F-Wort in der Wolke ordentlich genährt. F-Wort ist sowieso ein schreckliches Unwort, denn wer ficken sagen will, der sollte auch ficken sagen.
      Und ich mag es dass du deine Klappe nicht hälst. Und wenn’s sich woanders wölbt, kommt vielleicht was gutes bei raus.

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