Wurfknödel


Zwei Fliegen mit einer Klatsche: Magen und Fresse voll mit dem Multifunktions-Weckleknödel

Neues aus dem Revoluzerkochblog „Der Kessel kocht“:

Nach unserer virtuellen Fastenzeit melden wir uns mal wieder zu Wort. Und das gleich mit einem dicken Klops! Nahrungsmittel als Waffe zu nutzen ist keine neue Idee, schon im 13. Jahrhundert wurden sie mit Erfolg eingesetzt. Es ist zwar eine erlogene Geschichte, aber schön genug, um erzählt zu werden.
1266 belagerte Ottokar von Böhmen die Stadt Deggendorf. Als nach langer Belagerung ein Kundschafter die Stadtmauer erklomm erwartete er ausgehungerte Bürger. Eine „treusorgende“ Ehefrau, die ihrem an der Mauer Wache haltenden Gatten ein Knödel aus Vorratsresten bringen wollte erspähte den Späher und bewarf ihn mit Knödeln sodass er die Mauer herab fiel. Wenn die Bürger der Stadt gar mit Essen werfen konnten, so wäre die Belagerung sinnlos, dachte sich Ottokar und zog ab.

Zutaten
3-4 alte Weckle
1/4 l Milch
Butter
Petersilie
1 Ei
Semmelbrösel

Da wir Schwaben sind ersetzen wir die Semmeln durch Weckle.

3-4 alte Weckle mit Schneidemesser in schmale Streifen schneiden.

1/4 Liter Milch mit etwas Butter erwärmen.

Die Wecklestreifen damit einlegen, umrühren und abgedeckt 5 Minuten ziehen lassen.

Nun salzen, evtl. etwas Petersilie dazu und 1 Ei. Vermengen. Semmelbrösel dazugeben bis der Teig ordentlich klebrig ist.

Mit nassen Händen zu Knödel formen

Wasser mit etwas Salz zum Kochen bringen und einen Probeknödel in siedendem, nicht kochendem Wasser testen. Wenn er zerfällt: Semmelbrösel (oder Wecklebrösel) dazu geben, die sorgen für Halt und verbessern die Flugeigenschaften. Wenn der Knödel nicht zerfällt, lässt man die Knödel ca. 5 Min köcheln bis sie an die Oberfläche steigen. Einen Knödel halbieren und schauen ob er fertig ist. Am besten serviert man die Knödel heiß mit Schmackes auf die Nase. Schaut kein Belagerer vorbei, kann man sie auch essen. Pilzrahmsauce passt besonders gut dazu.

Das Handliche Format sorgt für guten Flug.
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Autor: Dora Asemwald

Ich bin virtuell real.

2 Kommentare zu „Wurfknödel“

  1. viel zu schade zum Werfen!
    Das Bild ist doch diesem gewissen Sämann nachempfunden. Irgendwie hab ich heute so einen Tag, an dem mich alles an irgendetwas erinnert, dessen Name mir nicht einfällt. Außer bei nahestehenden Personen, glücklicherweise. Wer weiß, womit die sonst werfen würden.

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