Zwischen Sofas und Abteilungsleitern


Ich war auf einem Konzert und habe darüber im Gig-Blog geschrieben:

http://www.gig-blog.net/2011/04/03/tender-buttons-31-03-2011-uhu-bar-stuttgart/

Sehr schöne Fotos hat Andreas Meinhardt gemacht, es lohnt auf jeden Fall den Blog zu lesen.

Hier der Text:

Minimalismus, so die Webseite der Tender Buttons, kennzeichne ihre Musik. Und das ist auch nötig, denn Platz für viel Gedöns ist keiner in der Uhu-Bar. Gedrängt zwischen den plüschigen Sofas der Rotlicht-Wohnzimmer-Bar spielt Tender Buttons vor jenen, die rechtzeitig kommen und noch Platz finden.

Ungefähr die Hälfte des Raumes nimmt der Kontrabass von David Goetz ein, der mindestens neunarmige Axel Krause trommelt auf seinem dafür vorgesehen Spezialhocker und spielt zugleich Melodica und Xylophon. Christian Gradl spielt komplexe, warme Akkorde auf seiner akustischen Gitarre. Ein wunderschöner Klangteppich über den die nicht minder schöne Maren Katze gesanglich mit Leichtigkeit flaniert. Texte über das Feuer der Liebe, Freundschaft und sieben kleine Monster, kurz gesagt all dem, was das Leben so ausmacht.

Zum Glück sind viele Freunde der Band da, da mich ansonsten die Abteilungsleitertypen, die mit dem Rotlichtcharme der Uhu-Bar kokettieren, etwas abschrecken. Die werden aber von Inhaber Oskar nach hinten an die Bar geschickt. Zum Tanzen ist’s zu eng, man kann aber schön verträumt mitschwingen. Die gespielten Unplugged-Versionen laden dazu ein. Durch die zum Lüften geöffneten Buntglasfenster blicken erstaunt die angetrunkenen Puffgänger der Leonhardstraße und ziehen weiter. Schön, dass prima Bands wie die Tender Buttons noch in Wohnzimmern spielen.

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Autor: Dora Asemwald

Ich bin virtuell real.

3 Kommentare zu „Zwischen Sofas und Abteilungsleitern“

  1. insgesamt toll geschrieben; die Vorstellung einer Raumes mit einer abstrakten Installation aus Sofas rotem Licht und echten“Abteilungsleitern“ bleibt mir immernoch im Kopf, auch nach dem Lesen 😀

  2. Ohne Scheiss, ich hab mal mit der Maren Musik gemacht. So vor 8 oder 9 Jahren mal. Danke für den Bericht, den ich wohl Jahrmillionen zu spät entdeckt habe.

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