Das amerikanische Prüdheitsgebot


Wenn mich die Neugier packt, dann schau ich ab und zu mal wieder in’s Labor von Google, dort gibt’s immer was zu finden. Ein Haufen experimentelles Zeug liegt da rum und will ausprobiert werden. Manche Sachen verschwinden wieder in der Kiste, andere wie Google Earth kommen groß raus. Nach dem man dort Erde, Mars, Mond und den Himmel erkunden kann, geht’s bei der neuesten Erfindung um uns selbst: Google Body macht den Körper gläsern, wie man es von Menschverglasungsexperte Google erwartet. Ob Knochen, Adern oder Organe, man kann detailgenau den Leib so betrachten, wie Gott ihn angeblich geschaffen hat. Oder genauer gesagt: Den Amerikaner geschaffen hat – Unterwäsche inklusive.

Google muss sich herkunftsbedingt ans amerikanische Prüdheitsgebot halten. Darum sind gewisse Bereiche der menschlichen Haut weiterhin Terra Incognita im anatomischen Atlas. Mein Vorschlag an die Datenkrake mit dem Plus: Fragt doch vorher ab, wer da dem virtuellen Leib auf den Pelz rücken will. So kann man uns moralisch degenerierten Europäern auch mal einen nackten Arsch zumuten, in anderen Regionen gibt’s dann noch die Burka dazu.

Oder verpasst eurem Männchen / Mädel wenigsten ein bisschen schönere Unterwäsche. Dann gibt’s auch ein +1 von mir.

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Autor: Dora Asemwald

Ich bin virtuell real.

6 Kommentare zu „Das amerikanische Prüdheitsgebot“

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