Mein erstes Auto


Letztes Jahr haben die Stuttgarter Nachrichten mehr oder minder bekannte Bürger dieser Stadt nach ihrem ersten Auto und einer Geschichte dazu gefragt. Da außer mir niemand mehr ein Foto davon hatte oder eins hinbescheissen wollte, wurde aus der Geschichte zum 125-jährigen Autojubiläum nichts. Drum hab ich sie hier mal reingestellt. Das ganze geschah im September 96, als ich noch 21 Jahre alt war.

Meine Lieblingstante Mila hat mir ihren alten französischen Sportwagen geschenkt, weil sie nicht mehr so richtig gut einsteigen konnte. Sie wollte, dass ich ihn verkaufe und somit Geld für mein Ingeniuersstudium hatte. Auf das hatte ich zu diesem Zeitpunkt aber eh keinen Bock, weil ich es eigentlich nur wegen meinem Vater gemacht hab. Anstelle das Auto zu verkaufen hab ich beschlossen, damit in Urlaub zu fahren, wollte nach Dieppe, wo die Dinger gebaut wurden, an die Nordsee fahren. Das Bild hab ich in Le Tréport kurz vor Dieppe von einem Typ am Strand machen lassen. Dann fing das Chaos an. Die Fensterheber haben sich verselbstständigt, insbesondere bei Regen. Und irgendwann ist die Karre einfach liegen geblieben. Zum Glück hat mich einer abgeschleppt, der jemanden kannte, der mal bei der Fabrik gearbeitet hat und mir den Wagen abkaufte. Zurück mit dem Zug. War ziemlich frustriert, hab dann aber beschlossen, mein Studium zu schmeissen.

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Autor: Dora Asemwald

Ich bin virtuell real.

1 Kommentar zu „Mein erstes Auto“

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