Don’t be a maybe


Pulp-Dora-rauch-

Heute hat mir eine Freundin erzählt, die EU wolle Mentholzigaretten verbieten. Menthol würde die Zigarette für Einsteiger geschmeidig machen und wäre somit verführerisch für jene, die mit dem Rauchen liebäugeln, jedoch Lungenbrecher wie Gitanes fürchteten. Im selben Zuge sollen Zigaretten eine Mindestdicke von 7,5mm haben, was das Aus für die Damenzigarette wäre.

Das hört sich nach einen klaren Schritt zu „Wenn schon, denn schon“ an und geht wie immer nicht weit genug. Cocktails versüßen den beissenden Geschmack des Alkohols und werden als erstes verboten. Bier und Wein? Viel zu süffig, klarer Fall von Abschaffen. Wer Alkohol will, soll bitte nicht unter 40% anfangen. Nur was ordentlich brennt, darf sich der angehende Alkoholkonsument in den Rachen schütten. Endlich werden auch alle Light-Produkte aus den Regalen verschwinden, die Vollmilchpflicht wird eingeführt und Wurst bekommt einen Mindestfettgehalt. Sportwägen dürfen keine Stoßdämpfer mehr haben und Fahrassistenzsysteme wie ABS kommen ebenso auf die schwarze Liste wie kleinkalibrige Waffen. Rote und blaue Skipisten werden gesperrt, im Schwimmbad wird nur noch das 10m Sprungbrett geöffnet. Und nicht vergessen: Kondome erleichtern den Einstieg in die Promiskuität – also weg damit! Aller Anfang ist hart, und wer sich selbst zerstören will, soll es bitte mit Schmackes tun. Das Europa der Zukunft ist nichts für Unentschlossene. Wie Marlboro schon in vorauseilendem Gehorsam wirbt: Don’t be a maybe.

PS.
Altkanzler Schmidt wird wohl sein Plädoyer, welches er beim letzten Parteitag für die EU gehalten hat, im Halse stecken bleiben. Es sei denn, für ihn gibt es eine Sondermentholgenehmigung. Ansonsten bleibt ihm nur das Auswandern ins zukünftige Menthol-Mekka Schweiz.

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Autor: Dora Asemwald

Ich bin virtuell real.

5 Kommentare zu „Don’t be a maybe“

  1. Wenn das Gesetz wird, werden sicherlich am nächsten Tag illegale Mentholisierungsanleitungen und Fläschchen mit Menthol (natürlich nicht zum Rauchen, nur zur Aromatherapie oder so) oder ganze Sets mit den evtl. sonst noch benötigten Zutaten und Werkzeugen über das Internet (auch verbieten!) vertickt, damit man sich die sauber gekauften Kippen nachträglich mit Menthol versauen kann. Der Zoll wird vermehrt Mentholschmuggler hochnehmen, die Polizei illegale Menthollabore ausheben, die Leute werden Zahnpasta und Kaugummi rauchen (beide werden deshalb ebenfalls verboten). Das Menthoverbot wird die gesamte Volkswirtschaft in eine selbstverstärkende Abwärtsspirale reißen, weil alle entweder mit dem illegalen Menthhlhandel oder eben mit dessen Verhinderung beschäftigt sind.

    Mein Rat: Kauft Aktien von Mentholherstellern!

    1. oh, oder gleich selbst Mentholhersteller??

      ja, man könnte aber haha unter Wikipedia stehts ->>> Hauptsächlich wird Menthol immer noch durch Isolation aus Minzen, beispielsweise der Ackerminze oder Pfefferminze, gewonnen.

      so, jetzt müsst nur noch jemand Ackerminze oder Pfefferminze suchen. und schon gehts mit dem gewinnen los. ^^

      1. Yeehaw! Dann treten die Minzgrower in Konkurrenz zu den Hanfgrowern. Vielleicht könnte man sich das Saatgut der besten Minzsorten schützen lassen, Monsanto hat’s ja mit Mais vorgemacht.

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