Geschichten aus meiner Unterhose


Audrey 2

Damit das mit dem Literaturnobelpreis mal was wird, muss ich endlich doch mal ein Buch schreiben. Nun gut, es würde für den Anfang ja schon mal reichen, einen Artikel rauszukloppen. Ich sitz also da und überlege mir: Worüber? Ich scheiße doch sonst den ganzen Tag klug, da sollte es doch genügend Themen geben. Ich könnte über Bildungspläne, deren Gegner, LSBTTIQ und Heteronormativität was schreiben. Da bin ich ahnungslos genug, um eine Menge Kloppe zu beziehen. Oder über den Marsch der neuen Rechten in die Mitte der Gesellschaft. Ich könnte mich über Reichsdeutsche und Chemtrails lustig machen oder über die Berufsempörten im Netz herziehen. Verdient hätten sie’s. Ich könnte meinen Kreuzzug gegen den Realitätsbegriff, Shoppingmalls und die pure Vernunft fortsetzen oder Geschichten aus meiner Unterhose erzählen. Ein Plädoyer für die kulturelle Vielfalt und gegen die Leitkultur würde meinem Narzissmus mit Gefälltmirs streicheln. Mir kam auch schon die Idee, meine Artikel nach Scrabble-Wert zu sortieren und daraus irgend eine Erkenntnis an den Haaren herbeiziehen. Ich könnte mich beim Schreiben beobachten und mich dabei rekursiv in der Kybernetik zweiter Ordnung suhlen. Ich könnte es auch sein lassen und erst mal heimlich eine Zigarette auf dem Klo rauchen.

Guter Plan, ich bin mal weg. Macht’s gut, bis zum nächsten Artikel.

 

 

 

 

 

 

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Autor: Dora Asemwald

Ich bin virtuell real.

1 Kommentar zu „Geschichten aus meiner Unterhose“

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