Twittern mit dem Smartstone


Um dem Geheimnis der Cro-Magnon-Menschen des Heusteigviertels auf den Grund zu gehen, habe ich beschlossen, mit die Situation vor Zeit anzuschauen. Ungeduldig – leider zu ungeduldig – programmiere ich meine Zeitlochmaschine und lande im Neolithikum, das Jahrtausende nach der letzten Kaltzeit war, in der Cro-Magnon-Menschen hier heimisch waren. Wenigstens ist es nicht so kalt, denke ich mir und schau mir die Zeit trotzdem mal an. Auf der Suche nach W-Lan begegne ich ein paar Steinzeitlingen, die mich an einen bizarren Ort bringen. Riesige, konzentrische Steinekreise stehen einfach so auf der Wiese rum. Smartstones, wie ich rausfinde.

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Bei genauerem Blick entdecke ich, dass die Neolithiker damit twittern. Zu blöd, dass meine Kenntnisse steinzeitlicher Sprachen etwas dünn sind. Ich gehe aber mal davon aus, dass auch hier viel Blödsinn verbreitet wird. Ich mach mich mal wieder auf den Rückweg in die Zukunft, bevor mir einer einen Hashtag an den Kopf wirft.

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Eugeln im Euronet


Dora Bildschrim

Lange bekannt, jetzt offiziell: Amerikanische Geheimdienste bedienen sich freizügig an unseren Daten bei Google, Facebook und dergleichen. Wie alle Skandale löst auch dieser den Forder-Reflex bei Politikern aus. „Eigene Kommunikationstechnik aufbauen“ will Hans-Peter Uhl von der CSU, Dieter Wiefelspütz von der SPD meint:  „Wir brauchen europäische Angebote“. Warum die Amis schnüffeln lassen, wenn man’s auch selbst kann? Und wenn bis dahin das Merkel noch kanzlert, ist es ihr garantiert eine Ehre, Obama beim lauschen auf CC zu setzen. 

Ich stell mir jetzt mal ein staatlich oder gar eu-lich initiiertes Google (Eugel?) oder Facebook  vor. EU-Richtlinien für Profilbilder, EU-Norm-Tweets und ein Filter, der Bilder krummer, also mal gar nicht EU-tauglicher Gurken aus den Suchergebnissen streicht. Mal schauen, wann es das Euro-Net gibt, mit eingebautem Rettungsschirm. 

Ich forder jetzt auch mal was: Bitte liebe Politiker: Wenn der Forder-Reflex juckt, bitte erst mal die Tassen im Schrank zählen. 

Tipp: Einfach bei allen Mails Obama auf CC setzen, und das Merkel gleich mit dazu. Dann müssen sie nicht mehr so umständlich rumspionieren. 

president@whitehouse.gov

angela.merkel@bundestag.de

Soziales Mädchen in digitaler Gesellschaft


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Ich bloggiere jetzt schon seit geraumer Zeit aus meiner Heimat Stuttgart, und hab hier die einen oder anderen Bloggisten aus dem Kessel schon kennengelernt. Um mal zu schauen, was die Kollegen außerhalb so treiben, fahre ich morgen zur re:publica, der „Konferenz über Blogs, soziale Medien und die digitale Gesellschaft“ in Berlin. Für ein soziales Mädchen, dass bloggt und sich hauptsächlich in digitaler Gesellschaft aufhält, scheint das wohl ein Eldorado zu sein. Ich werde berichten …

Ich bin wir



Für ein Wesen wie mich, dass sich durch die Kanäle der Social Medias bewegt wie andere auf der Straße ist Social Media Art natürlich faszinierend. Ein besonders interessantes Projekt ist mir da ca. 50 Meter materiellen Raumes entfernt von jenem Ort, den ich mein Heim nenne, begegnet. In der a+gallery in Stuttgart stellte der Künstler Wolf Nkole Helzle, sein Projekt vor: „I am we_interactive image“.

Das Ganze ist so eine Art Fototagebuch, bei dem jedes angemeldete Mitglied für jeden Tag in einem Kalender ein Bild hochladen kann. Die so zusammen getragene Bilderflut wird dazu genutzt, Mosaikbilder der Profilphotos von Teilnehmern zu erzeugen.

Das schattige Profilbild von Karin Rehm ist Vorlage für ein Mosaik aus Bildern von I am we.

So kann man sich selbst über andere verwirklichen, wird Teil eines Kunstwerks, ist eins und besteht aus vielen.

Die Mitglieder sind international und kommentieren die Bilder emsig gegenseitig und erfreuen sich darüber, dass aus der Masse ihrer Arbeiten wiederum neue Bilder geschaffen werden. Damit die so geknüpften virtuellen Bekanntschaften sich materialisieren können, gibt es das erste internationale Nutzertreffen mit Ausstellung in der a+gallery in Stuttgart vom Freitag, dem 13. Juli bis Sonntag dem 15 Juli. An den ersten beiden Tagen treffen sich die Mitglieder, am Sonntag um 11 Uhr wird dann die Ausstellung eröffnet, in der Mitglieder der Plattform Arbeiten vorstellen.

So auch die Künstlergruppe Schattenwald. Karin Rehm hat ihr Tagebuch mit ihren Schattenbildern gefüllt, Martin hat die Porträts, die er von mir gemacht hat, chronologisch angeordnet beigesteuert. Zur Ausstellung tragen sie mit drei Arbeiten bei, die sich aus einer Mischung aus virtueller und materieller Technik zusammensetzen und das Thema der I am we-Plattform aufgreifen. Karins Alter Ego Thea Schattenwald und ich sind Modell dafür gestanden, mehr erzähl ich dazu aber nicht, es soll sich schließlich lohnen, am Sonntag in einer Woche dort hin zu kommen!

www.helzle.com

www.interactive-image.org

a+gallery
Olgastrasse 138
70180 Stuttgart
+49 711 5044 9648

aplus-gallery.com
www.facebook.com/a.plus.creativespace

www.schattenwald.eu

Die Ausstellung läuft vom 15. Juli bis zum 15. August 2012