Doran der Barbar

Geschlechtsumwandlung – reversibel! – auf einen Klick, das verspricht Second Life. Ich habe einen losen Klickfinger und konnte der Versuchung nicht wiederstehen. Das Ergebnis erinntert eher an Doran der Barbar. Auch die männliche Denkensweise erschloss sich mir nicht durch das Experiment. Ich sollte wohl lieber Mädchen bleiben.

Dekoratives Rumstehen für den Konsum.

Konsum macht glücklich – und arm. Als freiberufliche Weltverbesserin ist mein Einkommen etwas karg. Das ist nicht so schlimm, da ich als virtuelles Wesen ja eigentlich sehr billig im Unterhalt bin. Trotzdem habe ich eine neue Nebentätigkeit gefunden. Ich biete Abos einer Zeitschrift feil. Die Bezahlung ist Scheiße, der Job ist einfach: Ich muss irgendwo im hinteren Teil des Heftes dekorativ rumstehen und hoffen, dass der Leser aus Mitleid mit mir das Heft von nun an per Abonnement bezieht.

Auf Vietnamesisch singt’s sich halt am schönsten.

Hallo Freunde des Asemwalds:
Singen ist gut für das Seelenheil und bisweilen schlecht für die Ohren anderer. Dachte ich mir und beschloss, zu karaokisieren. LeUyen (links im Bild) vom Vietnamrestaurant hat eine Karaokemaschine, die sie in Betrieb nimmt, wenn nur noch die hartgesottenen Gäste ausharren. Das Problem: Mein Vietnamesisch ist nicht ganz up to date. Da kam es gut zu Pass, das der Vietnamese unsere schönen Buchstaben benutzt, wenn man von all den lustigen Häkchen und Ösen, die die Lettern als Akzente zieren, absieht.
In meinen Ohren klang mein Gesang schon irgendwie asiatisch. LeUyen war da anderer Meinung. Martin, der die Fotos machte, hielt sich dabei raus. Er weiß wohl warum.

Funtastic Adventures in crazy Hasiland Land



Drogen sind gefährlich.
Man sollte sich nicht mit ihnen anlegen. Unlängst hatte ich eine Niederlage. Meine funtastic Adventures in crazy Hasiland Land waren bestimmt lustig, doch hinterließen sie Spuren an einer Wand auf dem schönen Prenzlauer Berg. Die Wand wurde daraufhin leider eingerissen. Schade um das schöne, grüne Hemd.

Musik für als Amerikaner verkleidete Menschen

Ich bin heute zu tiefst erschrocken, als meine Lieblingsmusikseite im Internet plötzlich für Nichtamerikaner gesperrt wurde. Pandora hat nicht nur einen schönen Klang hinten raus, sondern hat auch meinen musikalischen Horizont gepimpt. Jetzt muss ich mich wohl mittels Proxyserver IP-adressenmäßig als Amerikanerin verkleiden, hat mir ein IT-Fritze erzählt. Das hört sich weniger elegant an, doch was tut man nicht alles für neue Musik?
Wer neue Musik für mich hat, kann sie mir ja schicken an: dora.asemwald(at)gmx.net
Da ich natürlich nicht zum räuberischen kopieren aufrufen soll, sind selbstgespielte Sachen willkommen.
Grüße aus dem Asemwald:
Dora

Jugendpreis des Dora-Asemwald-Lookalike-Contest

Die kleine Rahel R. hat eine neue Frisur. Guter Geschmack. Auch sie sollte das Bild aufbewahren, damit ihr Frisör später mal weiß, wie er ihre Haare schneiden soll.
Ich bin fast ein bisschen neidisch auf das rosa Haarspängchen.

Frau Asemwald Gedenkbüro

Gestern Abend war ich auf einer Feier in einem Tübinger Studentendorf. Dort gibt es nicht nur billiges Bier, Tischfußball und Studentenmusik, sondern auch einen Dorfrat. Und der hat auch ein Büro. Da Dorfrat ein verdammt langes Wort ist und Studis gerne alles abkürzen haben sie das Büro liebevoll nach mir benannt. Danke, welch Ehre!

Grüße hier an Tobi, der die Feier gemacht hat und bisweilen mit mir im Rentnerparadies Hannibal (mitten im schönen Asemwald) zu speisen pflegt.

Menschen die wie Vororte heißen

Ich gehöre zu der Sorte Menschen, deren Familiennamen auch der eines Ortes ist. In diesem Fall eines Vorortes von Stuttgart: Asemwald. Es handelt sich dabei zum Glück nicht um irgendein von Reihenhäusern zersiedeltes Geschwür im Speckgürtel Stuttgarts sondern um eine zwischen 1968 und 1972 errichtete Großbausiedlung die nie sozial abgestürtzt ist sondern Heimat unzähliger wohlhabender Rentner ist. Restaurant und Schwimmbad im 20. Stock eines der drei Hochhäuse sind frei zugänglich und eine Reise wert. Es wäre wohl schon irgendwie lustig, wenn ich da wohnen würde, wie ich heiß. Nun gut, ich kann ja noch in 40 Jahren dort einziehen, wenn ich alt und klapprig bin.

Ein Freund und Fotograf wollte mich fotografieren und da lag es auf der Hand, nach Asemwald zu gehen. Mit viel Farbe und Spachtelmasse im Gesicht posierte ich in dieser in Beton gegossenen Utopie vergangener Tage. Dank Photoshop kann man die Gänsehaut (und ein paar andere unliebsame Details) nicht mehr erkennen, denn es war arschkalt.

www.asemwald.de
Asemwald in Google Maps

Eine schöne Frisur ist die halbe Miete

Ich habe vor ein paar Jahren mal dieses schöne alte Polaroid aus dem Sommerurlaub ’79 gefunden. Die abgebildete Frisur fand ich dufte und hab sie meinem Frisör gezeigt: So will ichs haben. Er hat dumm geguckt, aber geschnitten.

Ein Dämon allein macht noch keine gute Vorlesung, aber …


Ich hab soeben einer Vorlesung der HTWK Leipzig versucht zu lauschen. Ein Dämon war unter den Komilitonen. Seit meinem erfolglosem Ingenieursstudium hab ich das nicht mehr erlebt. Trotzdem: Die Idee, Vorlesungen des Studium Generale im Lifestream in SL zu übertragen ist super. Nur die Technik muss noch etwas nachziehen.

Im rechten Licht

Auch der Körperbau stimmt jetzt halbwegs. Angeblich bin ich auch hier 1.70m groß. Nun gut, vielleicht hab ich hier und da auch geschummelt …
Auch habe ich mir zur besseren Beleuchtung kleine Lichter gebaut, damit ich stets im rechten Licht stehe.
Das dümmliche Grinsen muss ich mir aber noch vegehen lassen.

Neue Frisur für die Bütique

Liebe Freunde der Asemwelt,
ich habe noch etwas meiner Frisur nachgeholfen und ein Spängchen ins Haar gesteckt, damit ich was zu den Augen raus sehe.

Das Oberteil:
von mir selbst gestaltet. Die Marke:tique.
Die Bütique ist ein neuer, sich noch in der Planung befindlicher Kleidungsladen, welcher in einer Mischung aus Büro und Boutique ausgewähltes Second Hand und neue Kleidung feilbietet. Zusammen mit meinen Freundinnen Annette und Betania wollen wir den Laden bald eröffnen. Ich bin natürlich für den virtuellen Raum zuständig, die anderen tummeln sich eher in der materiellen Welt. Ich halt euch auf dem Laufenden.

Eure Dora!

Neue Doren braucht SL

 

Die dicke Dora war schön, doch wollte ich mich mal langsam an mein eigntliches Erscheinungsbild heranwagen. Meine Frisur musste ich selbst bauen. Ich habe mal mit den dünnen, runterhängenden Strähnen angefangen. Auch Gesicht und Körperbau entsprechen jetzt eher mir.

Jubel, Jubel, Freu, Freu!

Ein Phänomen sind Lifekonzerte in SL. Musiker übertragen per Lifestream ihren Auftritt in die virtuelle Welt, das Publikum tanzt und applaudiert per Chat. Jubel, Jubel, Freu, Freu!. Sieht irgendwie albern aus.

Designfreier virtueller Raum ist gut für die Seele.

Ich habe schnell nette Menschen auf dem Trailerpark „Sleezywood“ getroffen. Hier wird liebevoll der Lifestyle amerikanischen White Trashs gepflegt. Die Menschen hier sind freundlich und großzügig. Pruella, die hier auf dem Bild zu sehen ist, hat mir schöne Möbel geschenkt, die sie selbst gestaltet hat. Bald stellte sich heraus, dass die Menschen hinter diesem designfreien Raum teilweise Innenarchitekten waren. Schön zu sehen, dass sich nicht alle Menschen immer so ernst nehmen.

Architektin für das zweite Leben

Ich hatte Glück im 2. Leben, da ich gleich nette Menschen getroffen habe. So zum Beispiel eine andere Dora, die hier ihr Geld als Architektin verdient. Sie bebaut Inseln für Firmen und hat einen Lehrauftrag für Architektur im virtuellem Raum. Sie hat mir sehr geholfen, in SL klar zu kommen.
Hier gibts mehr zur anderen Dora:
http://enterthemetaverse.com/

Pappmachédrachen sind auch nicht mehr das, was sie früher mal waren.

Ich hab mir dann ein schönes T-Shirt gemacht, mit einem Plattencover von Dio drauf. Das ist noch echter, guter, alter Heavy Metal. Mein Mitbewohner erzählte mir neulich, er hätte 1987 erlebt, wie Ronnie James Dio auf der Bühne beim Monsters of Rock in Pforzheim gegen einen Pappmachédrachen gekämpft hat. Da war ich leider erst 12 Jahre alt und wusste noch nicht, was ich da verpasst habe. Als ich dann letzten Herbst den etwas gealterten – aber trotzdem rüstigen – Herrn Dio im LKA live gesehen habe, hatte sich kein Drachen bemüht, ihn anzu greifen. Schade. Einziger Trost: Auf dem Weg zum Konzert tat sich ein Regenbogen über der Straße auf.

La deuxième vie de Dora

Lieber Freund des virtuellen Lebens:
Xing ist nett, aber verdammt statisch. Bunt und bewegt hingegen kommt Second Life daher. Et voilà: la deuxième vie de Dora!

Am Anfang sah alles ganz schrecklich aus.
Ich hatte weder Geld noch Ahnung. Und ohne Kreditkarte in der materiellen Welt des „ersten Lebens“ kommt man hier auch nicht so einfach an genügend Geld, um sich Sachen zu kaufen.
Ich sah etwas merkwürdig aus, irgendwie so gar nicht doraesque.

Ich hab also beschlossen, mir alles selbst zu bauen und zu gestalten. Texturen hochladen ist billig, das Geld kann man hier einfach verdienen. So kann ich auch sichergehen, dass ich nicht wie all die anderen Avatare rumlauf.

Die meisten Avatarinen scheinen Vorbildern wie Paris Hilton nach zu eifern. Kleidungsstil auf Beate Uhse Niveau. Als wollten sie bei „Deutschland sucht den Pornostar“ gewinnen.

Meine Antwort darauf war eine etwas dem allgemeinen Mediengeschmack konträren Körperbau und laute Kleidung. Das hat den kleinen Hiltonklonen nicht gefallen, sie forderten mich sogar zur Diät auf. Wen wundert’s? Die dummen Nüsse haben unzählige Lindendollare in ihren Avatar gesteckt und fanden es weniger witzig, dass eine unförmige Trashtante ihnen die Schau stahl.

Der insgeheime Wunsch, in Reizwäsche durch die Welt zu wandeln scheint vielen Damen (oder sind es verkleidete Herren?) gemein zu sein. Hier können sie’s unter dem Mantel der Anonymität gerne tun. Ich sollte es vielleicht auch mal probieren …

Es grüßt aus der zweiten Welt: Dora Thibaud