Handgemachtes Glück

Handgemachtes Glück Umschlag final Kopie

Kochen, Dekorieren und Feiern – Ich kenne mich nur mit Letztgenanntem aus. Für die ersten beiden Punkte gibt’s ein neues Buch, das zwei Freunde von mir gemacht haben. Die Hauptarbeit hatte Birgit, die seit vielen Jahren schon unter dem Namen „Die Landfrau“ food-bloggt, wie man so schön sagt. Sie hat einen Sack voll Rezepte, Fotos und Bastelanleitungen gesammelt und Martin hat daraus ein Buch zusammengebastelt: „Handgemachtes Glück“. Im Gegensatz zum Blog ist das Buch ziemlich greifbar, kann zur Fliegenabwehr benutzt wurden und lässt sich vorzüglich verschenken. Die Rezepte sind einfach genug, dass sogar ich jemanden finden könnte, der sie für mich nachkocht. Und wenn man grad keinen Hunger hat, macht es trotzdem Spaß (und Hunger!), die Bilder anzuschauen.

Einen prima Artikel über das Buch hat meine Freundin Eva geschrieben. 


Hier kann man es bestellen.

Oder einfach im Buchhandel kaufen.

Hier die buchüblichen Angaben:

Birgit Neußer: Handgemachtes Glück – Kochen, dekorieren und feiern im Südwesten

29,90 €, 192 Seiten, 218 farbige Abbildungen, Format 21 x 27 cm, gebunden

Silberburg-Verlag

ISBN 978-3-8425-1407-2


PS: Birgit, Martin und ich haben schon vor vielen Jahren mal gemeinsam ein Essensblog gemacht, der die Protestkultur in die Küche holte („Flambiertes Pfefferspraysteak“, …). Gegner des potenziellen Stuttgarter Erdbahnhofs werden ihre Freude haben:

Der Kessel kocht


Noch mehr PS: Die Landfrau lebt gar nicht auf dem Land, sondern tut nur so. Sie hat ein kleines Häuschen mit Garten im Stuttgarter Norden. Ich habe sie früher gerne mit ihrem Landfrauentum aufgezogen, weshalb sie ihren Blog dann auch so nannte. Sie schreibt nicht nur, sondern verkauft auch Selbstgemachtes wie Chutney, scharfe Soße und dergleichen.

Bestellen kann man das hier.  

Da sie einen 37-Stunden-Tag hat, gibt sie noch Kochkurse und bietet ihre Waren auf Märkten feil.


Und hier noch ein paar Bilder aus dem Buch:

Handgemachtes Glück 10-11 Handgemachtes Glück 32-33 Handgemachtes Glück 88-89 Handgemachtes Glück 104-105 Handgemachtes Glück 110-111 Handgemachtes Glück 184-185

 

 

Pixel machen auch nicht satt

Frau Asemwald kocht

Eigentlich versetzt mich das Darbieten von frisch Gekochtem in Blogs und auf Pinwänden in Furcht und Schrecken. Knurrenden Magens schieb ich die Maus über den Bildschirm, der nichts besseres zu tun hat, als einem mittels visuellem Reiz die Speichel- und Magensaftproduktion in die Höhe zu treiben. Unzählige Megakalorien werden ins Netz gepumpt und treten den Katzenbildern in Konkurrenz. Das Schlimme daran: Pixel machen  nicht satt, nur der Gang in Küche oder Gastronomie hilft. Mal schauen, wann Foodblogs als signifikanter Faktor für Adipositas erkannt werden und nur noch mit Warnhinweisen veröffentlich werden dürfen. Ich bin froh, als Virtuelle den Folgen diesen fleischlichen Lasters nicht ausgesetzt zu sein.

Was treibt Leute – mich inklusive – dazu, den Blick in Topf und Teller der breiten Öffentlichkeit zu gewähren? Ist es die Zurschaustellung klassisch hauswirtschaftlicher Fertigkeit? Oder möchte man das Lebensgefühl der Bonvivants verbreiten und auf den eigenen ausgefeilten Geschmacksinn  aufmerksam machen? Schon eher. Nur wenige trauen sich ihr Toast Hawaii oder ähnlich Profanes zu publizieren. Es muss diffizil in der Zubereitung sein, ein halbes Küchenschnickschnack-Geschäft an Gerätschaften, die man regelmäßig von befreundeten Bonvivants zum Geburtstag beschert bekommt, müssen ihre Daseinsberechtigung erhalten. Man ist, was man isst. Und wer möchte schon das Image einer Currywurst verbreiten?

PS: Ich trage Teilschuld an der Foodifizierung des Netzes: Auch ich bin Miturheberin eines Kochblogs, bei dem derzeit jedoch der Ofen aus ist.

PPS: Cat content und Foodblogging könnte man auch kombinieren, würde aber für Empörung sorgen.