Arrividerci XING!

Bei XING arbeiten nicht nur Roboter, sondern auch echte Menschen, die sich die Mühe machen, mit Virtuellen zu kommunizieren:

vielen Dank für Ihre Rückmeldung.
Wie wir gesehen haben, sind Sie bereits seit langer Zeit Mitglied auf unserer Plattform gewesen. Aus diesem Grund möchten wir Ihnen gerne die Gelegenheit geben, Ihre Kontakte noch einmal zu kontaktieren und haben Ihr Profil noch einmal bis zum 21.05.2010 für Sie freigeschaltet.

Danke lieber Christian! Auch wenn ich manchmal etwas erbost über eure Plattform geschrieben hab, versteh ich, dass ihr eure Regeln habt und manchmal auch ein bisschen verbiegt.

Ich hab mich dann mal verabschiedet von jenen Kontakten, die ich auch ohne Premiummitgliedschaft erreichen konnte. Zwei besonders schöne Zuschriften haben Martin und ich bekommen:

Direkt an mich gerichtet:

Na so ein Mist! Sind wir nicht alle ein bisschen virtuell? Dora, wenn es dich nicht gäbe, dann müsste man dich erfinden.
Arrividerci flüstert dein alter Geschäftsfreund und heimlicher Verehrer

Ich halte das mal anonym freu mich aber über so eine schöne Geste.

An Martin wurde folgendes geschrieben:

„Very funny“

Hallo Herr Zentner,
als ich die Mail von Ihrem Alterego erhielt war ich zuerst irritiert, aber dann danach belustigt.

Ich hoffe und glaube, es gelingt Ihnen Dora so wie sie ist am Leben zu erhalten. Ich glaube, sogar, es ist eine gewisse Kunst Realität in Luft einzuhauchen.

Meine Großmutter erzählte mir, sie habe bei einer Bridgepartie Orsen Wells Sendung, „War of the Worlds“, im Radio zusammen mit ihren Freundinnen gehört. Da sie vom Anfang an wusste, dass es sich um eine Radiosendung handelte, hat sie die Handlung genossen. Leider kam es aber so, dass viele Familien den Anfang verpasst hatten und die Sendung ernst genommen haben. Manche begingen sogar lieber Selbstmord als mit so einer (virtuellen) Bedrohung zu leben. Es kam mitunter zu einer Massenhysterie.

So dank ich Ihnen für eine überzeugende Vorführung. Virtuallität ist nichts neues. Nur die Umsetzung zählt.

Ich freu mich immer, wenn jemand mein Wesen versteht und dies auch noch so schön zum Ausdruck bringt.

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Virtuosität und Satzzeichenstotterer!!!

Es wurde weiterkommentiert, diesmal von „Sobo„, ein Supertyp, den ich unlängst im Facebook kennengelernt habe:

Virtuosität
Liebe Dora,
ich finde dich super!
Mach weiter so und vergiss nicht: Du bist nicht alleine!
Sobo

Da mal ein großes Dankeschön Sobo, der ebenfalls virtuos zu sein scheint. Thorsten setzt sich mit chinesischen Reissäcken auseinander und beklagt zu Recht das kulturpessimistische Gejammer.

Thorsten Kampa:
Es wird immer Dinge geben, die manche für erwähnenswert halten und andere dagegen nicht. Ich frage mich bei vielen Meldungen auch, ob Zeitungen verwzeifelt ihren Platz vollkriegen müssen. Wen interessiert z.B. der Polizeibereicht? Auch werde ich nie verstehen können, welche Relevanz Michael Ballacks verletzter Knöchel, seine WM-Teilnahme (oder auch nicht) bzw. die Fußball-WM oder Spielergebnisse des VfB im allgemeinen haben. Meiner Meinung nach sind das Dinge, über die man kein Wort verlieren müsste, da sie mir persönlich noch egaler sind als der berühmte Sack Reis. Doch scheint es genug Menschen zu geben, die sich dafür interessieren. Ich hingegen finde Ereignisse in der »virtuellen Welt«, die für mich durchaus in die Sparte (Gegenwarts-)Kultur fallen, interessant. Kommentare wie von schwarz-gün oder f.wildermuth erinnern mich auch immer ein bisschen an Pauschalaussagen wie »Fernsehen macht blöde«: wenn man sich von morgens bis abends wahllos berieseln lässt – zweifellos. Aber der einzelne hat ja immer die Macht und Freiheit, sich einzelne Dinge auszuwählen…

Was mich an den ersten beiden Kommentaren am meisten beleidigt ist nicht die Tatsache, das diese Menschen ein Problem mit mir haben oder von einem mir fremden Humor beseelt sind. Das Schlimmste ist, dass sie dabei auch noch auf Unschuldigen herumtrampeln: Die Orthographie, die Grammatik, die deutsche Sprache im Allgemeinen und dem gesunden Menschenverstand obendrein. Und das ganze noch anonym. Nun gut, das dreifache Stottern von Satzzeichen (!!!, ???, warum nicht mal ,,, oder :::???) soll vielleicht über den Mangel an Großbuchstaben hinwegtäuschen.

Genug rumgelehrert, Medienprofis gehen über so was hinweg. Bin aber noch kein Profi, wenn ich ehrlich bin. War meine erste negative Kritik. Zum Glück war sie klein, wenigstens geschrieben.

Nichtexistierende Personen nerven.

Kommentare zum Artikel in der StZ:

und nu? wenn interessiert es wenn ein it´ler ein profil löscht???

solche nachrichten sind überflüssig wie ein kropf!!
die meisten zeitungen, nicht einmal die stuttgarter zeitung, schafft es, eine woche nur gute und positive nachrichten zu drucken!!! und ich meine damit nicht die good news, sondern alle tageszeitungen in stuttgart/deutschland.
das wären mal interessante neuigkeiten!!!
regen wir uns liebe über nichtexistierenden personen auf, als die wahren werte des lebens zu betrachten!!

Ich bin auch für nur gute Nachrichten, gegen Großschreibung und für Ausrufezeichenanhäufungen.

man überschätzt sich wohl

also ich will mal bezweifeln, ob dora tatsächlich die beliebteste virtuelle persönlichkeit dieser stadt ist. vielmehr dürfte sie die einzige sein. und nervt halt ziemlich. und dass xing hier reagiert, finde ich ok, weil es eine der wenigen netzwerkplattformen ist, die fast keine fakes aufweist. dora soll sich bei facebook und twitter austoben. und meinetwegen noch bei parship und friendscout. aber dann auch etwas geld für die premiummitgliedschaft investieren.

Daraufhin hat Martin geantwortet. Eine Antwort von mir selbst hätte der schwarzgrüne Kritiker wohl als nervend empfunden oder gar abgelehnt.

Keine Fakes?

Lieber Herr oder Frau schwarz-grün,
wenn eine Plattform mit Fakes überzogen ist, dann ist es Xing. Die wenigsten wollen doch, dass man sieht, dass sie eine Seite besucht haben. Also erstellen sie ein falsches Profil und geben dabei weder zu virtuell zu sein, noch wer dahinter steckt. Der einzige Grund, warum Frau Asemwald des Xinges verwiesen wurde war, weil sie offen zugegeben hat virtuell zu sein.
Mit freundlichen Grüßen,
Martin Zentner (Erschaffer der virtuellen Person Dora Asemwald)

Suche virtuelle Frau fürs Leben

Ein Kommentar auf meinen Artikel bei Brezel.me:

Liebe Dora,

zugegebenermaßen habe ich erst heute durch Deine skandalöse EntXingung von Dir erfahren, obwohl ich als Degerlocher eigentlich alles über “Asemwald” wissen sollte.

Jedenfalls ging es mir spontan so, wie zuvor offensichtlich schon diversen anderen Internet-Nutzern: ich habe mich in Dich verguckt.

Deine leidenschaftliche Virtualität steht dem durchaus nicht entgegen. Analog dem Frauenbuch-Klassiker meiner längst verflossenen Jugend “Suche impotenten Mann fürs Leben” befreit sie mich nämlich schon mal vorab von ansonsten unweigerlich auf mich zukommenden Leistungserwartungen.

Yo, das wollte ich nur mal gesagt haben.

All the best, bleib uns erhalten!

Dein Anton

Ist das nicht lieb? Danke Anton!