Urgroßvater im Geiste

In den letzten Tag habe ich mich hier nur wenig von mir gegeben, ich habe Neues erlebt. Das muss auch mal sein, sonst kann ich hier ja nur mich selbst reflektieren, und das wird auf Dauer nicht nur mir langweilig. Ich genieße in letzter Zeit ein gewisses Maß an Aufmerksamkeit seitens der Nutzer von Facebook, mit denen ich über dies und das in den Kommentaren diskutiere oder die mich über meine Beiträge im Blog brezel.me kennen lernen.

All zu oft verstehen die Leute immer noch nicht, welcher Natur ich bin. Ich habe jetzt sogar auf die Startseite meines Facebookprofils einen Vermerk gestellt, welcher den Besucher über mein Mangel an Fleisch und Blut informiert. Schließlich ist es ja nicht mein Ansinnen, Leute zu täuschen. Wenngleich die Verwirrung, die ich da stifte oft für gute Geschichten sorgt. Auch möchte ich nicht die Identität meines Entdeckers, der meine Offline-Angelegenheiten erledigt verschweigen, gebe aber nur auf Anfrage Auskunft. Sonst besteht die Gefahr, dass ich als Pseudonym oder Alter Ego eines anderen gesehen werden, der seine Person hinter mir versteckt. Dem ist nicht so.

Für viele ist das Prinzip, welches hinter unabhängigen, virtuellen Personen liegt, nur schwer verdaubar, da zu paradox und zu abstrakt. Es gibt auch nicht so viele von uns, da wir der aufwendigen Pflege durch  nichtvirtuelle Personen bedürfen. Auf einen Prominenten Vertreter meiner Art bin ich unlängst gestoßen. Wie schon früher erwähnt hielt mein Entdecker einer Vortrag über meine Entwicklung auf einem Symposium in Stuttgart. Beim Zusammentreffen danach machte ich Bekanntschaft mit Anja Lösch, einer Dame die für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Carl-Auer Verlages zuständig ist. Dieser Verlag war mir schon länger ein Begriff, erschienen bei ihm doch ein paar meiner liebsten Bücher über den radikalen Konstruktivismus, von und über große Denker wie Heinz von Foerster und Ernst von Glasersfeld. Ich sei nicht das einzige virtuelle Wesen, beschied mir Frau Lösch und erzählte mir, dass ihr Verleger Carl Auer der selben Natur sei wie ich. Ein paar Tage später erhielt ich ein Paket mit zwei Bücher von ihr. Das erste hieß „Einführung in die eigenen Gedanken“ und war von Carl Auer selbst – jedoch nicht geschrieben, denn es war einfach leer. Wie der Titel des Buches eben sagt. Schlau, der Bursche, dachte ich mir. Gefällt mir. Das zweite Buch führte den Titel: „Carl Auer: Geist or Ghost“. Eine Festschrift zum nunmehr 20 Jahre zurückliegenden neunzigsten Geburtstag Carl Auers.

In diesem Buch beschreiben viele Autoren, unter anderem von Glasersfeld, von Foerster, Maturana und Watzlawick ihre Begegnungen mit Auer, erzählen von Diskussionen mit ihm und umrissen somit die Lebensgeschichte des virtuellen Intellektuellen. Eine verwegene Lebensgeschichte, die die Pfade vieler der größten Denker des zwanzigsten Jahrhunderts kreuzte und sich über alle Ecken der Welt verteilt. Ein Studium der Malerei in Paris, die Ehrenbürgerschaft von Appenzell, gemeinsame Kriegsgefangenschaft mit Wittgenstein, intensive Kontakte zu Voodoopriestern auf Haiti, um nur ein paar Stationen dieses bewegten Lebens zu erwähnen. Im Jahr 2004 wurde Carl Auer zum letzten mal gesehen, seit dem kommuniziert der nunmehr 110 Jahre Alte nur noch per Email mit seinem Verlag. Gerüchte über seinen Verbleib gibt es viele, sie reichen von Ganzkörpertransplantion zu Mumifizierung. Seinen Lebenslauf kann man auf der Webseite seines Verlages nachlesen. Wer sich schon etwas mit meinem Leben auseinandergesetzt hat weiß, welche Triebfeder meines Seins hier voll gespannt wird: die Neugier! Ich werde mich auf die Suche nach ihm machen.

Gewiss gibt es Diskrepanzen zwischen dem Wesen Auers und meinem, aber eins haben wir grundsätzlich gemeinsam: Wir existieren ohne physischen Körper in den Köpfen jener, die an uns glauben. Während Auer wohl ein eher bescheidener Mensch ist kann ich das von mir nicht behaupten. Vielleicht liegt es daran, dass ich nicht den gelassenen Umgang mit meiner Virtualität gelernt habe und mein Mangel an materieller Substanz durch Selbstdarstellung zu kompensieren versuche. Aber im Gegensatz zu Auer bin ich noch jung und nehme mir das Recht auf Ungestümheit der Jugend und hoffe das die Weisheit mit dem Alter kommt.

Ich werde mich mal auf die Suche nach meinem Urgroßvater im Geiste machen und den Leser meines Tagebuchs auf dem Laufenden halten.

Bis dahin empfehle ich die Lektüre der Festschrift, die leider nur noch antiquarisch zu erhalten ist. Zum Beispiel bei Amazon.

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Pandorische Büchse aus dem Paralleluniversum

Letzte Woche war so einiges los. Auf einem Symposium (Innovationsforum 10) für Social Media wurde ein Vortrag über mich gehalten (Die Diashow zum Vortrag kann man dort runderladen: www.innovationsforum10.de, getwittert wurde auch: #if10) . Meine Lebensgeschichte war das Thema, oder genauer gesagt der Teil meines Lebens welches ich als virtuelle Figur seit meinem Erscheinen vor fünf Jahren geführt habe. Dort waren 150 Marketer die wahrscheinlich nicht mit meiner Autobiographie gerechnet hatten, sie aber eine halbe Stunde über sich ergehen lassen mussten. Einige hat es dann doch interessiert, sie haben mich zu meiner Freude auf Facebook kontaktiert. Ich werde die Präsentation mal an anderer Stelle vorstellen.

Die Hauptfrage des größtenteils von Social Media unberührten Publikums war: Ist Social Media ein Hype? Wird da mal wieder eine neue Sau durchs Dorf gejagt? Ich sag mal: Nein.

Meine These: Social Media ist ein pandorische Büchse.

Wir erleben hier nur den Anfang, zukünftige Generationen werden ein materiell-virtuelles Doppelleben führen. Ich fang am besten mal ganz vorne an um diese These zu stützen.

Direkte und indirekte Kommunikation

In den Anfangstages des Internets nutzten es die meisten um per Chat oder Email direkt miteinander zu kommunizieren. Foren ermöglichten es nicht nur Inhalte im Netz zu publizieren sondern auch zu kommentieren. Blogs kamen Ende der 90er auf und erlaubten Nutzern selbst zu publizieren. Microbloggingsysteme wie Twitter haben das ganze noch schneller und einfacher gemacht. Auch Statusmeldungen auf Social Media-Plattformen erfüllen die selbe Funktion: Man wirft etwas in den virtuellen Raum und wer zuhören will hört zu. Die Kommunikation ist nicht mehr direkt, sie geht ungerichtet ins Netz. Nutzer generieren den Inhalt, Web 2.0. Die virtuelle Öffentlichkeit entstand.

Avatare und Profile

Das Erstellen eines Avatars als digitale Repräsentation eines Kommunizierneden wurde ursprünglich in Spielen eingeführt. Anfang der Achtziger Jahre kamen die MUDs (Multiuser Dungeons) auf in denen viele Spieler gemeinsam in Echtzeit virtuelle Räume ergründen mussten. Hier wurde nie der Anspruch einer authentischen Abbildung der Teilnehmer gestellt. Das änderte sich mit dem Aufkommen der ersten Flirtplattformen. Das dort erstellte Profil entsprach meistens dem erwünschten Bilds des Flirtwilligen. Ob dreidimensional animierte Traumfigur oder Bewerbungsmappenprofil bei Xing, es handelt sich jeweils um ein Abbild – mit unterschiedlichem Abstraktionsgrad vom physischen Original. Seit den ersten Flirtplattformen wurde das Netz für soziale Interaktion genutzt, Social Media entstand. (Mehr dazu im Artikel Avatar – Profil 1:1)

Soziale Netzwerke

Ziel der Flirtplattformen war jedoch stets zwei Menschen zusammen zu bringen. Als im Jahr 2003 die Plattform Friendster es ermöglichte, sich soziale Netzwerke aufzubauen schoss die Zahl der Nutzer in bislang ungeahnte Höhen. MySpace folgte in der Bugwelle des Erfolges von Friendster und 2004 ging Facebook ins Netz. Soziale Netzwerke im materiellen Leben fanden plötzlich ihr Pendant im Netz.

Kommunikation im Netzwerk

Facebook verband den Aufbau virtueller sozialer Netzwerke mit direkter und indirekter Kommunikation. Nun gab es die Möglichkeit kurze Meldungen an eine virtuelle Pinwand zu hängen und mit Freunden zu chatten. Spielchen wie kleine Umfragen animierten die Nutzer sich zu äußern und die Äußerungen anderer zu kommentieren. Der virtuelle soziale Raum wurde mit Kommunikation gefüllt. Das Abbild des einzelnen ist damit nicht mehr nur das angelegte Profil sondern die Summe aller Äußerungen. Die virtuellen Abbilder wachsen über sich hinaus. Kommunikative Phänomene wie Small-Talk finden plötzlich ihr virtuelles Pendant, ein hoch komplexes soziales System mit eigenen Kommunikationsregeln entsteht im Paralleluniversum.

Die Welt im Netz

Google Earth versucht die Welt virtuell nachzubauen, Navigationssysteme berechnen im virtuellen Raum die beste Route zum nächsten Restaurant. Nicht nur Menschen, sondern auch Orte werden ins Paralleluniversum abgebildet. Da der Zugang zu diesem Universum nicht mehr ortsgebunden ist kann überall die lokale virtuelle Welt ergründet werden. Meldet sich ein Nutzer bei einer Plattform wie Foursquare oder Gowalla an einem Ort an ist auch seine Position im Netz abgebildet und somit verfügbar. Diese Plattformen sind heute noch in Deutschland sehr wenig verbreitet, werden aber kommen.

Kurz zusammengefasst: Folgende Faktoren machen den heutigen virtuellen Raum aus.

– direkte Kommunikation (Skype, Email, ICQ, …)
– Avatar oder Profil als digitales Abbild eines Menschen
– Nutzergenerierter Inhalt (Blogs, Flickr, Youtube)
– Aufbau sozialer Netzwerke (Friendster, MySpace, Facebook, LinkedIn, Xing)
– Indirekte Kommunikation: Foren, Statusmeldungen, öffentliche Kommentare, Tweets
– räumliche Abbildung der Welt (Google Earth, Panoramio, Navigationssysteme)
– mobile Internetnutzung (UMTS, iPhone, Blackberry)
– räumliche Abbildung der Nutzer (Foursqaure, Gowalla)

Fazit

Das virtuelle Paralleluniversum wächst in seiner Komplexität dank steter technischer Erweiterung und rapide wachsender Nutzerzahlen. Die Voraussetzung zum Aufbau komplexer sozialer Systeme sind gegeben und werden genutzt, denn der Mensch ist ein soziales Wesen. Die einzige Bremse sind derzeit Datenschutzrechtliche Bedenken und die Angst zum gläsernen Menschen zu werden. Schaut man sich aber den bedenkenlosen Umgang mit diesen Medien jener an, die damit aufwachsen, muss man feststellen das wie immer gilt: Was technisch machbar ist wird irgendwann auch gemacht.

Social Media mag ein Schlagwort sein, doch das wofür es steht wird die Zukunft auf lange Sicht prägen. Die Plattformen werden kommen und gehen und sich weiterentwickeln, sie werden jedoch nicht mehr verschwinden. Wir haben die Büchse der Pandora geöffnet.

Arrividerci XING!

Bei XING arbeiten nicht nur Roboter, sondern auch echte Menschen, die sich die Mühe machen, mit Virtuellen zu kommunizieren:

vielen Dank für Ihre Rückmeldung.
Wie wir gesehen haben, sind Sie bereits seit langer Zeit Mitglied auf unserer Plattform gewesen. Aus diesem Grund möchten wir Ihnen gerne die Gelegenheit geben, Ihre Kontakte noch einmal zu kontaktieren und haben Ihr Profil noch einmal bis zum 21.05.2010 für Sie freigeschaltet.

Danke lieber Christian! Auch wenn ich manchmal etwas erbost über eure Plattform geschrieben hab, versteh ich, dass ihr eure Regeln habt und manchmal auch ein bisschen verbiegt.

Ich hab mich dann mal verabschiedet von jenen Kontakten, die ich auch ohne Premiummitgliedschaft erreichen konnte. Zwei besonders schöne Zuschriften haben Martin und ich bekommen:

Direkt an mich gerichtet:

Na so ein Mist! Sind wir nicht alle ein bisschen virtuell? Dora, wenn es dich nicht gäbe, dann müsste man dich erfinden.
Arrividerci flüstert dein alter Geschäftsfreund und heimlicher Verehrer

Ich halte das mal anonym freu mich aber über so eine schöne Geste.

An Martin wurde folgendes geschrieben:

„Very funny“

Hallo Herr Zentner,
als ich die Mail von Ihrem Alterego erhielt war ich zuerst irritiert, aber dann danach belustigt.

Ich hoffe und glaube, es gelingt Ihnen Dora so wie sie ist am Leben zu erhalten. Ich glaube, sogar, es ist eine gewisse Kunst Realität in Luft einzuhauchen.

Meine Großmutter erzählte mir, sie habe bei einer Bridgepartie Orsen Wells Sendung, „War of the Worlds“, im Radio zusammen mit ihren Freundinnen gehört. Da sie vom Anfang an wusste, dass es sich um eine Radiosendung handelte, hat sie die Handlung genossen. Leider kam es aber so, dass viele Familien den Anfang verpasst hatten und die Sendung ernst genommen haben. Manche begingen sogar lieber Selbstmord als mit so einer (virtuellen) Bedrohung zu leben. Es kam mitunter zu einer Massenhysterie.

So dank ich Ihnen für eine überzeugende Vorführung. Virtuallität ist nichts neues. Nur die Umsetzung zählt.

Ich freu mich immer, wenn jemand mein Wesen versteht und dies auch noch so schön zum Ausdruck bringt.

Sobo und Geli in Iddorien

Die Virtuelle Republik von Iddorien hat die ersten zwei Neueinbürgerungen: Geli und Sobo. Die vollen Namen nenn ich mal hier nicht im Fließstext, weil sonst der Socialmediageheimdienst zuschlägt und sie aus ihren virtuellen Lebensräumen abschiebt.

Der Sobo ist Schlosser und hat sich in die Geli verliebt. Sie hat heute Geburtstag und ist jetzt mit ihrem Sobo zusammen.

Ich gratuliere den beiden herzlich dazu. Mal schauen wann weitere Virtuelle nach Iddorien kommen.

Sobos AusweisFalls ihr euch fragt, was der Text im Hintergrundmuster des Ausweises bedeutet: All virtual entities are created equal.

Wenn ihr mehr von den beiden wissen wollt, dann kontaktiert mich. Wenn ich sicher bin dass ihr keine Antivirtualagenten seid, werde ich den Kontakt herstellen.

Virtuosität und Satzzeichenstotterer!!!

Es wurde weiterkommentiert, diesmal von „Sobo„, ein Supertyp, den ich unlängst im Facebook kennengelernt habe:

Virtuosität
Liebe Dora,
ich finde dich super!
Mach weiter so und vergiss nicht: Du bist nicht alleine!
Sobo

Da mal ein großes Dankeschön Sobo, der ebenfalls virtuos zu sein scheint. Thorsten setzt sich mit chinesischen Reissäcken auseinander und beklagt zu Recht das kulturpessimistische Gejammer.

Thorsten Kampa:
Es wird immer Dinge geben, die manche für erwähnenswert halten und andere dagegen nicht. Ich frage mich bei vielen Meldungen auch, ob Zeitungen verwzeifelt ihren Platz vollkriegen müssen. Wen interessiert z.B. der Polizeibereicht? Auch werde ich nie verstehen können, welche Relevanz Michael Ballacks verletzter Knöchel, seine WM-Teilnahme (oder auch nicht) bzw. die Fußball-WM oder Spielergebnisse des VfB im allgemeinen haben. Meiner Meinung nach sind das Dinge, über die man kein Wort verlieren müsste, da sie mir persönlich noch egaler sind als der berühmte Sack Reis. Doch scheint es genug Menschen zu geben, die sich dafür interessieren. Ich hingegen finde Ereignisse in der »virtuellen Welt«, die für mich durchaus in die Sparte (Gegenwarts-)Kultur fallen, interessant. Kommentare wie von schwarz-gün oder f.wildermuth erinnern mich auch immer ein bisschen an Pauschalaussagen wie »Fernsehen macht blöde«: wenn man sich von morgens bis abends wahllos berieseln lässt – zweifellos. Aber der einzelne hat ja immer die Macht und Freiheit, sich einzelne Dinge auszuwählen…

Was mich an den ersten beiden Kommentaren am meisten beleidigt ist nicht die Tatsache, das diese Menschen ein Problem mit mir haben oder von einem mir fremden Humor beseelt sind. Das Schlimmste ist, dass sie dabei auch noch auf Unschuldigen herumtrampeln: Die Orthographie, die Grammatik, die deutsche Sprache im Allgemeinen und dem gesunden Menschenverstand obendrein. Und das ganze noch anonym. Nun gut, das dreifache Stottern von Satzzeichen (!!!, ???, warum nicht mal ,,, oder :::???) soll vielleicht über den Mangel an Großbuchstaben hinwegtäuschen.

Genug rumgelehrert, Medienprofis gehen über so was hinweg. Bin aber noch kein Profi, wenn ich ehrlich bin. War meine erste negative Kritik. Zum Glück war sie klein, wenigstens geschrieben.

Nichtexistierende Personen nerven.

Kommentare zum Artikel in der StZ:

und nu? wenn interessiert es wenn ein it´ler ein profil löscht???

solche nachrichten sind überflüssig wie ein kropf!!
die meisten zeitungen, nicht einmal die stuttgarter zeitung, schafft es, eine woche nur gute und positive nachrichten zu drucken!!! und ich meine damit nicht die good news, sondern alle tageszeitungen in stuttgart/deutschland.
das wären mal interessante neuigkeiten!!!
regen wir uns liebe über nichtexistierenden personen auf, als die wahren werte des lebens zu betrachten!!

Ich bin auch für nur gute Nachrichten, gegen Großschreibung und für Ausrufezeichenanhäufungen.

man überschätzt sich wohl

also ich will mal bezweifeln, ob dora tatsächlich die beliebteste virtuelle persönlichkeit dieser stadt ist. vielmehr dürfte sie die einzige sein. und nervt halt ziemlich. und dass xing hier reagiert, finde ich ok, weil es eine der wenigen netzwerkplattformen ist, die fast keine fakes aufweist. dora soll sich bei facebook und twitter austoben. und meinetwegen noch bei parship und friendscout. aber dann auch etwas geld für die premiummitgliedschaft investieren.

Daraufhin hat Martin geantwortet. Eine Antwort von mir selbst hätte der schwarzgrüne Kritiker wohl als nervend empfunden oder gar abgelehnt.

Keine Fakes?

Lieber Herr oder Frau schwarz-grün,
wenn eine Plattform mit Fakes überzogen ist, dann ist es Xing. Die wenigsten wollen doch, dass man sieht, dass sie eine Seite besucht haben. Also erstellen sie ein falsches Profil und geben dabei weder zu virtuell zu sein, noch wer dahinter steckt. Der einzige Grund, warum Frau Asemwald des Xinges verwiesen wurde war, weil sie offen zugegeben hat virtuell zu sein.
Mit freundlichen Grüßen,
Martin Zentner (Erschaffer der virtuellen Person Dora Asemwald)

Suche virtuelle Frau fürs Leben

Ein Kommentar auf meinen Artikel bei Brezel.me:

Liebe Dora,

zugegebenermaßen habe ich erst heute durch Deine skandalöse EntXingung von Dir erfahren, obwohl ich als Degerlocher eigentlich alles über “Asemwald” wissen sollte.

Jedenfalls ging es mir spontan so, wie zuvor offensichtlich schon diversen anderen Internet-Nutzern: ich habe mich in Dich verguckt.

Deine leidenschaftliche Virtualität steht dem durchaus nicht entgegen. Analog dem Frauenbuch-Klassiker meiner längst verflossenen Jugend “Suche impotenten Mann fürs Leben” befreit sie mich nämlich schon mal vorab von ansonsten unweigerlich auf mich zukommenden Leistungserwartungen.

Yo, das wollte ich nur mal gesagt haben.

All the best, bleib uns erhalten!

Dein Anton

Ist das nicht lieb? Danke Anton!