Torben Denver

Ein schönes Musikvideo, sehr ornithologisch. Produziert von Mitbewohnern und Freunden.

Stilistisch ist dies ein ziemlicher Umschwung für die ehemalige „The Torben Denver Band“, die sich jetzt nur noch „Torben Denver“ nennt. Ich mags. Dabei wurde auch auf meine immense Sammlung virtueller Synthesizer zugegriffen.

Video: Putte
Musik: Tobias Spreng
Text: Silke Reuter
Arrangement/Vorproduktion: Martin Zentner
Produktion/Mastering: Putte
Gesang/Gitarre: Tobias Spreng
Querflöte: Alexander Mink
Synthesizer/Beats: Martin Zentner

https://www.facebook.com/torbendenverband/

So klang das ganze früher:
https://thetorbendenverband.bandcamp.com/

Ein schönes Bild der aktuellen Bandbesetzung. Okay, manche davon sind nur Statisten (wie zB ich).

Geschichten aus der Seuche (1)

Ein Vorteil der ganzen Telearbeit: Rauchen bei der Videokonferenz. Ein Nachteil: Hausanzüge und andere stilistische Nachlässigkeiten scheinen hier geduldet zu sein. Als würde man sich nur für die Welt da draußen in Schale werfen. Man kann mir Selbstgefälligkeit vorwerfen. Das nehme ich als Kompliment an. Wo kämen wir denn hin, wenn man sich selbst nicht einmal mehr gefallen wollte?

Anstand halten

Die Bewegung für Radikale Empathie hat die derzeitige Seuche zum Anlass genommen, mit Plakaten auf eben diese Seuche und ihre Begleiterscheinungen (Quarantäne, Aluhüte, Vermumungsgebot und dergleichen) einzugehen. Mein Mitbewohner, der für meine Visualisierung zuständig ist, hat auch ein Plakat dazu beigetragen, das wir beide zieren.

Man kann diese Plakate derzeit in Stuttgart sehen. Und im Fernsehen auch. (Danke an Wolfi für das Foto)

Ganz schön wenig los hier.

Die Bloggerei scheint nicht mehr so en vogue zu sein – sie schwindet aufgrund Überbuchstabung der Rezipientin. Kann ich gut verstehen. Es wird so viel kommuniziert, da kann man nicht anders, als sich zwischen Schlagzeilen und Bildchen durchzuwühlen. Und mal ganz ehrlich: Vieles lässt sich auch in wenige Worten fassen und manche Bilder sagen wirklich mehr als tausend Worte. Ein langer Text, der sich nicht durch gedankliche Sättigungsbeilagen aufbläht, bedarf umfangreicher Recherche, Gedankenblitze und der Fähigkeit, eine inspirierende Geschichte daraus zu stricken. Oder er muss durch sprachliche Schönheit glänzen. Ob das von mir üblicherweise abgesonderte Konglomerat an schrägen Bildern dem gerecht wird, kann ich nicht beurteilen. Aber hey, ich zwinge ja auch niemanden, das alles hier zu lesen.

Mal schauen, ob ich einfach wieder anfange, trotzdem hier zu schreiben. Ich verspreche nichts, was ich jederzeit brechen kann. Aber irgendwo müssen ja all die Buchstaben aus meinem Kopf hin.

Hinter Masken

Nicht nur Worte, auch Viren springen einem gerne mal aus dem Mund, wenn man sie in sich trägt. Also: Mund und Nase bedecken, dann verbreitet sich die Seuche nicht ganz so einfach. Die Worte kommen ja immer noch raus.

Mein Mitbewohner Martin hat da ein paar einleuchtende Tipps für den anständigen Umgang mit Abstand verfasst:

Geh einfach davon aus, du wärst infiziert und verhalte dich anderen gegenüber dementsprechend.

Falls dir die anderen egal sind: Stell dir einfach vor, alle anderen wären infiziert.

Wenn dir sogar egal ist, ob du infiziert wirst oder gar glaubst, dass Corona harmlos oder eine Erfindung einer bösartigen Organisation deiner Wahl sei, dann respektiere, dass andere das vielleicht anders sehen könnten.

Wenn das Respektieren anderer nicht so dein Ding ist und du glaubst, dass deine Wahrheit Trumpf im Skat der Ideologien sei, denn geh ihnen einfach aus dem Weg, denn sie könnten Reptiloiden sein, die dein Hirn mit 5G fritieren, nachdem sie dir dein Adrenochrom abgezapft haben.

Blasenplatzen

Ich höre es grad überall platzen. Es sind die Filterblasen, die unter lautem Getöse in sich zusammenfallen. Gestern kämpfte man noch Seite an Seite gegen den Klimawandel oder für das Recht, das Klima zu wandeln, man klopfte sich in seiner Blase gegenseitig auf die Schulter. Heute klopft man sich ins Gesicht, erbittert uneins darüber, ob all das was gerade passiert eine zerstörerische Panik oder die Rettung unzähliger Menschenleben sei. Das heimelige Gefühl, in der eigenen Filterblase keinen grundlegenden Kontroversen ausgesetzt zu sein, hat sich aufgelöst. Der Feind scheint plötzlich in den eigenen Reihen zu sein, manchmal sogar in der eigenen Wohnung.
Es ist eine große Herausforderung, den gegenseitigen Respekt zu behalten, auch wenn man die Meinung des Anderen nicht mehr respektieren kann.

! Ich spreche nicht aus eigener Erfahrung. In unserer WG ist alles okay !

I hear lot of noise. It’s the noise of colapsing echo chambers. The day before you where fighting side by side against climate change or your right to change the climate. You were slapping each others shoulders in your echo chamber. Now you slap each others face. Disputing, wether all that is happening right now is a destructive panic or the rescue of uncounted lives. The cosy feeling of your own echo chamber has vanished. Now, your enemy is in your own ranks. Sometimes even in your own appartment.
It’s a big challenge to maintain your mutual respect, even though you can’t respect each others opinion.